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Offsetdruck.....        

Offsetdruck (Offset = Versatz) ist ein qualitativ hochwertiges Flachdruckverfahren, bei dem von einer Druckplatte über ein Gummituch als Zwischenträger auf den Bedruckstoff (Papier) indirekt gedruckt wird. Er ist das heute am meisten verbreitete Druckverfahren.

Der Vorläufer des Offsetdrucks, die Lithographie, wurde von ALOIS SENEFELDER erfunden, der auf geschliffenem Kalkstein mit Fettkreide seitenverkehrt zeichnete, den Stein dann mit Wasser benetzte und einfärbte. Die feuchten Stellen des Litho-Steins nehmen keine Farbe an, die mit Ölkreide gezeichneten Bildteile werden eingefärbt. Das Papier wird aufgelegt und mit einer Presse angedrückt. Das seitenverkehrte Bild auf dem Stein wird seitenrichtig auf das Papier gedruckt. Diese handwerkliche Technik ist auch heute noch ein bei Künstlern weit verbreitetes Druckverfahren.
Das Grundprinzip ist das gleiche geblieben, nur ist heute an Stelle des Litho-Steines eine Offsetplatte aus wasserfreundlichem Aluminium getreten, die mit einer farbfreundlichen Beschichtung versehen ist. Diese wird durch einen fotochemischen Prozess an den nichtdruckenden Bildstellen entfernt.

Einige Druckmaschinen können in einem Durchlauf nur eine Farbe auf den Druckbogen drucken. Für mehrfarbige Arbeiten muss der Druckbogen mehrmals durch die Druckmaschine laufen (Nass-auf-Trocken-Druck), wobei Differenzen im Passer auftreten können und man erst beim letzten Druckgang sehen kann, wie der fertige Druck aussieht.

Wirtschaftlicher für mehrfarbige Arbeiten sind die von uns eingesetzten Maschinen mit mehreren Druckwerken. Diese drucken nacheinander die Farben auf das Papier (Nass-in-Nass-Druck), wobei der Bogen zwischen den Druckzylindern übergeben werden muß. Das geschieht bei rasender Geschwindigkeit mit einer Genauigkeit im Bereich von Hundertstel Millimetern. Die ebenso im Einsatz befindlichen Druckmaschinen, die beide Seiten des Druckbogens in einem Druckgang bedrucken (Schön- und Widerdruckmaschinen), wenden den Druckbogen bei dieser Geschwindigkeit auch noch und drucken nachher die zweite Seite.

Das Druckverfahren

Satz: Das zu druckende Dokument wird in der Satzabteilung am Computer-Arbeitsplatz gesetzt, mit Hilfe eines Laserbelichters auf Film seitenverkehrt ausgegeben und in einer Filmentwicklungsmaschine entwickelt.
Früher wurden Bilddaten von den Lithoanstalten (Fremddienstleister, die sich auf das Scannen hochwertiger Bilddaten spezialisiert haben) als Datei geliefert, so dass sie mit in das Dokument eingebaut werden können und mit auf der Seite belichtet werden können. Man hat pro Seite und Farbauszug einen Film hat (Ganzseitenmontage).
Vorher lieferten die Lithoanstalten jedes farbige Bild als 4 Filme, die auf dem Film, auf dem die Satzdatei ausgegeben wurde, einmontiert werden musste (das eigentliche konventionelle Verfahren). Ein sehr arbeitsaufwendiges und fehlerbehaftetes Verfahren - aus diesem Grund heute bei uns vollständig durch die Ganzseitenmontage ersetzt.

Montage: Die einzelnen Filme werden auf einem Leuchttisch zu mehreren Nutzen auf eine durchsichtige Montagefolie montiert, so dass das Format der Druckmaschine ausgelastet ist und bei mehrseitigen Drucksachen die richtige Seitenfolge gegeben ist. Bei mehrfarbigen Drucksachen wird je Farbe eine Montage angefertigt. Dazu werden die Montagefolien übereinandergelegt und die Filme passgenau fixiert. Eventuell wird die komplette Montage noch einmal auf Film umkopiert, damit die Schnittkanten des Filmes nicht sichtbar sind und keine Hohlkopien auftreten.

Druckplattenkopie: Die Montagen werden mit der Schichtseite des Filmes zur vorbeschichteten Druckplatte mit Hilfe von Passstiften fixiert. Druckplatte und Film werden so in einen sogenannten Kopierrahmen gelegt. Dort werden Platte und Film durch Vakuum gegen eine Glasscheibe gedrückt, wobei die Luft zwischen Film und Druckplatte entweicht, so dass diese direkt aufeinander liegen. Ist das der Fall, wird die Kopierlampe zugeschaltet, die mit UV-Licht die Druckplatte belichtet. Im Film geschwärzte Stellen bleiben als Bildstellen auf der Druckplatte erhalten. Nach der Belichtung wird die Druckplatte in einer Druckplatten-Entwicklungsmaschine entwickelt. Dabei wird an den belichteten Stellen die Kopierschicht von der Druckplatte gelöst, die Platte abgespült, mit Gummiarabicum-Lösung (einer hygroskopischen Schutzschicht) überzogen und getrocknet.

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